Froschbacher Moorteufel ·

Freispruch für die Ortsvorsteherin – die Moorteufel übernehmen das Rathaus

Am Schmutzigen Donnerstag war in Bruchhausen wieder närrischer Ausnahmezustand angesagt. Die Froschbacher Moorteufel zogen durch den Ort, verwandelten das Rathaus in einen Gerichtssaal und stellten Ortsvorsteherin Selina Seutemann vor das Narrengericht. Trotz einer langen Liste humorvoller Anklagepunkte endete die Verhandlung mit einem Freispruch – allerdings nicht ganz ohne Auflagen.

Moorteufel auf einem Umzug

Wenn die Froschbacher Moorteufel zum Schmutzigen Donnerstag losziehen, bleibt in Bruchhausen kaum etwas beim Alten. Auch in diesem Jahr sorgten sie mit närrischem Treiben, jeder Menge guter Laune und einem besonderen Gerichtstermin im Rathaus für einen unvergesslichen Fasnachtstag.

Schon am frühen Morgen weckten die Moorteufel mit lautstarkem Krach die Bewohnerinnen und Bewohner von Bruchhausen. Nach einem gemeinsamen Frühstück stand zunächst ein Besuch bei Ortsvorsteherin Selina Seutemann auf dem Programm. Anschließend führte der närrische Weg zur Geschwister-Scholl-Schule, wo die große Pause kurzerhand zur Faschingsparty wurde. Auch im Kindergarten St. Michael wurde gemeinsam gefeiert.

Hoher Besuch vor dem Narrengericht

Pünktlich um 11:11 Uhr folgte der Höhepunkt des Tages: das Narrengericht im Rathaus. Dort musste sich die Ortsvorsteherin gemeinsam mit der Ortsverwaltung einer ganzen Reihe von Anklagepunkten stellen.

Die Moorteufel hatten einiges zusammengetragen. So standen unter anderem die Dauerbaustelle am Bahnhof, die vermeintlich „unsinnige“ Bushaltestelle am Spielplatz in der Fère-Champenoise-Straße und das Abschalten der Heizung im Kindergarten am 23. Dezember aus Energiespargründen auf der närrischen Anklageliste.

Auch die angeblich schlechte Wetterbestellung für Veranstaltungen der Froschbacher Moorteufel wurde zur Sprache gebracht. Schließlich kann man von einer Ortsverwaltung doch wohl erwarten, dass sie wenigstens für ordentliches Fasnachtswetter sorgt!

Schlagfertige Verteidigung und ein überraschendes Urteil

Doch Selina Seutemann ließ sich von den Vorwürfen nicht aus der Ruhe bringen. Mit viel Humor und schlagfertigen Antworten verteidigte sie die Entscheidungen der Ortsverwaltung.

Die Baustelle am Bahnhof erklärte sie kurzerhand zum langfristigen Ortsverschönerungsprojekt. Die Bushaltestelle sei eine innovative Pausenstation, die Kindergartenschließung eine fürsorgliche Maßnahme statt einer Sparaktion. Und das Wetter? Lediglich ein missglücktes Experiment zur Verbesserung der Würstchenversorgung.

Am Ende hatte die Verteidigung Erfolg: Freispruch für die Ortsvorsteherin – allerdings mit einer besonderen Auflage!

Als Wiedergutmachung wurde vereinbart, dass Selina Seutemann einen Tag lang bei den Special Olympics im Hans-Bretz-Stadion tatkräftig mithelfen wird.

Ein närrischer Tag mit gelungenem Abschluss

Ein besonderer Dank galt dem Verteidiger Andreas Klein, der mit viel Humor, Wortgewandtheit und Schlagfertigkeit sämtliche Vorwürfe entkräften konnte.

Nach dem Urteil ging der Schmutzige Donnerstag in einen geselligen und fröhlichen Ausklang mit närrischem Beisammensein über.

So endete ein rundum gelungener Fasnachtstag, der einmal mehr zeigte, wie lebendig das Vereins- und Gemeinschaftsleben in Bruchhausen ist. Mit ihren originellen Ideen, ihrer Kreativität und einer ordentlichen Portion Humor sorgten die Froschbacher Moorteufel wieder für beste Stimmung im Ort.

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